Archiv der Kategorie: Asien

Städtische Westküste

Von Dongshi nach Kaohsiung

Am 8. April starteten wir zu unserer Radreise um Taiwan. Wir verließen Yens Zuhause in Dongshi und nahmen den Radweg bis Houli. Von hier fuhren wir auf Hauptstraßen bis Dajia. In Dajia besuchten wir einen berühmten Tempel. Unseren Zeltplatz hatten wir uns schon zuvor im Internet rausgesucht. Wir übernachteten auf einer Farm in der Nähe von Dajia. Wir waren die einzigen Camper. Es war windig und wir stellten unser Zelt unter einem Aussichtsturm auf. Unser erster Tag war entspannt und wir fuhren nur 35 km. [...]

Dongshi und Umgebung

Auf der Busfahrt von Taoyuan International Airport nach Dongshi sah ich zahlreiche Hochhäuser. Wir fuhren schon eine Weile als ich Yen fragte ob wir immer noch in Taipeh sind, sie sagte das sei eine andere Stadt. Für mich sieht es aus wie eine einzige Großstadt. Taiwan zählt mit zu den am dicht besiedelsten Orten der Welt. Auf einer Insel halb so groß wie Tasmanien leben 23 Millionen Menschen. Die letzten beiden Jahre habe ich in Australien und Neuseeland verbracht. Ich schätze meine Zeit dort. Nach Taiwan zu kommen ist für mich ein großer Unterschied. Es dauert eine Weile bis ich mich daran gewöhnt habe. Yen wohnt in einer Kleinstadt, die an einem Fluss gelegen und von Bergen umgeben ist. Ich wurde sehr gastfreundlich bei ihrer Mutter zu Hause aufgenommen. Sie kocht für mich jeden Tag. Die taiwanesische Küche hat es mir angetan. Ständig entdecke ich neue Geschmacksrichtungen. [...]

Singapur

346. Reisetag

14.052 km

Das war ein komische Gefühl, als ich in Singapur, meinem ursprünglichen Ziel, ankam. Schon fast ein Jahr auf Reisen, aber meine Abenteuerlust ist noch nicht gestillt, dachte ich mir. Ich will noch nicht aufhören, bin doch gerade erst warm geworden. Gut das ich noch nicht meinen Rückflug gebucht habe, sondern (aufmerksame Leser werden es bereits wissen) von Singapur nach Australien fliege, um dort ein Jahr Work&Travel zu machen.

Im East Coast Park traf ich den deutschen Radreisenden Alexander, er ist zwei Tage vor mir angekommen. Wir hatten uns im Park verabredet. Hier kann man kostenlos zelten, aber leider nur zwei Nächte. Dazu muss man sich registrieren und erhält dann eine schriftliche Erlaubnis. Alex kochte für uns Pasta. Nach dem Essen kamen aufeinmal mehrere Mitarbeiter vom Park vorgefahren und fingen an die Camper zu kontrollieren, bei den Leuten die keine Erlaubnis hatten oder nicht anwesend waren, wurden die Zelte abgebaut und auf einem Laster verladen. Ganz schön rigeros dachten wir uns. Die wollen halt verhindern das sich Dauercamper hier niederlassen. Toiletten und Duschen stehen nämlich kostenlos zur Verfügung. Alex und ich hatten uns viel zu erzählen, wir ließen unsere Erlebnisse gegenseitig Revue passieren. Als Alex letztes Jahr im Februar von Bonn losgefahren ist, war noch alles verschneit und es waren -15° C. Er ist von Iran über Pakistan nach Indien gefahren. Im Norden Indiens ist er im Himalaya auf der höchsten Straße der Welt, in über 5000 m Höhe, gefahren. Bei seinen Erzählungen bekam ich direkt Lust dort auch hinzufahren. [...]

Von Kuala Lumpur über Melaka nach Singapur

Aus Kuala Lumpur herauszufahren war wieder stressig. Ich finde es ist irgendwie einfacher in eine Großstadt reinzufahren als wieder herauszufahren. Es war Sonntagnachmittag und ich wollte die Autobahn meiden. Ein kurzer Abschnitt führte mich doch auf die Autobahn. Danach fuhr ich wieder auf der Bundesstraße (Federal Route 1) weiter. 50 km hinter Kuala Lumpur hielt ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit ausschauh. Ich versuchte es zuerst wieder bei einer Moschee, doch dort hatte ich kein Glück. Bei einer Ansammlung kleiner Restaurants schlief ich dann bei einem Stand der nicht genutzt wurde. [...]

Kuala Lumpur

332. Reisetag

13.622 km

In Kuala Lumpur kam ich für eine Woche bei einer Wohngemeinschaft unter. In der großen Wohnung hielten sich ein Inder, zwei Malaysier, eine Niederländerin, ein Engländer und ein Argentinier (auch ein Couchsurfer) auf. Es waren sehr sympathische Leute. Ich schlief auf dem Sofa. Aus der Wohnung, im 29. Stock eines Apartmentblocks, hatte ich eine Superaussicht auf Kuala Lumpur.

Für Kuala Lumpur hatte ich mir nicht viel vorgenommen. Ich schaute mir die Petronas Türme an. Die ich sehr beeindruckend fand. Dann besuchte ich noch die Batu-Höhlen außerhalb der Stadt. Die meiste Zeit verbrachte ich in der WG und hing mit meinen Mitbewohnern ab oder half im Haushalt mit. Außerdem ging ich zusammen mit Wil, dem Argentinier, zum Zahnarzt. Er kannte einen guten chinesischen Zahnarzt wo er letztes Jahr schonmal war (er ist seit 4 Jahren unterwegs). Beim Zahnarzt lies ich mir für 100 Ringgit (25 Euro) den Zahnstein entfernen und für 60 Ringgit (15 Euro) ein Schneidezahn reparieren, wo ein Stück weggebrochen ist, sonst war alles in Ordnung. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. [...]